Electric Pixelfarm
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Portfolio

Kataloge: Sofortbild 2.0 | Once upon a time in Second Life

SOFORTBILD 2.0

„Es ist eine Raum-Zeitmachine. Es erschliesst Parallelwelten, metaphysische Ebenen und soziologisch-klimatische Störungen. Es ist der Blick in ein multidimensionales Universum. Licht malt in Dinge und Zeitsprünge finden in Sekundenbruchteilen statt. Eine November-Tristesse verwandelt sich in eine digitale Sofortbildschnittblume – intim, allwissend und nicht wiederbelebbar. Cut ups in visueller Form. Neu-Arrangements in Echtzeit. Es durchzieht die Leere mit Aufmerksamkeit. Es projiziert Gegenwart in Zukunft und Vergangenheit in Gegenwart. Es ist bewusstseinserweiternde Feldforschung. Dabei scheint es sich seiner konstruktionsbedingten, den modernen Konsumzyklen folgenden Vergänglichkeit bewusst zu sein und spiegelt dieses Gefühl in dem Blick des Steuermanns.
Und am Ende oder zwischendurch lässt es Dich – falls der Akku nicht leer ist – ein sinnvolles oder sinnloses Telefonat führen.“

Aus „Sofortbild 2.0“ von Andreas Wolf, 2011

„Das Wasser ist zu seicht für Boote mit normalen Tiefgang, so daß man auf leichte Katamarane ausweichen muß. Diese verfügen über ungewöhnlich große Segel, denn in der brütenden Stille über dieser Endmoräne regt sich nur noch ein schwacher Wind, ein ersterbender Hauch aus vergangenen Zeiten: die Segel bestehen aus alten Fotos, die man mit einem starken transparenten Kleister zusammenklebt; die Bilder erzeugen einen Unterdruck, der mit seinem Sog die Winde der Vergangenheit anzieht.“
Aus „Die letzte Vorstellung“ von William S. Burroughs

„Aber du bist zu jung, um dich dran zu erinnern, wie das damals war. Oh, ich weiß, ich weiß, ihr glaubt alle, ihr lebt in sämtlichen Zeiten zugleich, alles ist für euch aufgezeichnet worden, ist alles da. Digital. Man braucht‘s bloß abzuspielen. Aber das ist es dann auch: ‘ne abgespielte Aufzeichnung.“
Aus „Virtuelles Licht“ von William Gibson

Katalog „Sofortbild 2.0“ – Alle hier gezeigten Bilder sind ausschliesslich mit Smartphones gemacht und bearbeitet worden.

ONCE UPON A TIME IN SECOND LIFE

On the way back to paradise, mankind goes virtual. The directed real world does not allow individuals to make experiences leading to a higher level of consciousness. Like the Avatar came down to earth in the old times to make mortal experiences, man goes virtual in the metaverse on the way back to paradise. – How real are avatars? How real are humans?
Andreas Wolf aka Andy Burroughs – 2012

Katalog „Once upon a time in Second Life“ – Alle Bilder aus dem Projekt „Once upon a time in Second Life“ sind in der virtuellen Welt „Second Life“ entstanden und anschliessend mit Smartphones bearbeitet worden.